Tarotdeutung

Tarot zu legen, ist nicht schwer, es zu deuten dagegen sehr – könnte man in Abwandlung einer bekannten Redensart sagen. Für die Legung selbst gibt es eine überschaubare Zahl an Varianten, die jeder, der sich mit dem Tarot befasst, rasch erlernen kann. Für die Tarotdeutung jedoch bedarf es eines hellseherischen, intuitiven Talents gepaart mit genauer Kenntnis der Karten und ausreichender Erfahrung. Denn es wäre Unsinn, zu glauben, dass den Karten eine festgelegte, unveränderliche Bedeutung zukäme. Die Karten sind immer in Relation zueinander und zum Fragesteller zu deuten. Ob beispielsweise die neunzehnte Karte des Rider Tarot, die Sonne, inneren oder äußeren Reichtum verkündet, ob sie auf eine dauerhaft glückliche Partnerschaft deutet oder auf geistiges Streben, lässt sich aus dem Erscheinen der Karte selbst nicht ableiten. Ein guter Kartenleger kennt die Grundbedeutungen jeder einzelnen Karte. Im günstigsten Fall weiß er auch den Vergleich zu ziehen zwischen verschiedenen Erscheinungsformen und Nummerierungen in den unterschiedlichen Kartendecks. Doch bezieht er in der Deutung immer den Fragesteller und dessen Anliegen mit ein. Denn in einer Vielzahl der Fälle kennt dieser die Antwort schon. Sein Bewusstsein hat ihm – als Teil seines Ego – bis dahin lediglich den Zugang verwehrt.

Aber ist das nicht Betrug? Gibt der Kartenleger nicht vor, etwas zu sehen, was ihm von außerhalb zukommt? Was ihm über die Karten vermittelt wird? Wovon der Ratsuchende selbst keine Ahnung hat? Um diese Fragen ernsthaft zu beantworten, müssen wir uns zunächst verdeutlichen, welche Rolle dem Unbewussten in der Tarotdeutung zukommt. Denn die meisten Menschen verwechseln das Unbewusste mit dem aus der Psychologie bekannten Begriff des Unterbewusstseins. Um es kurz zu sagen: Das Unterbewusstsein ist eigentlich nur eine dem Bewusstsein untergeordnete Kategorie. Im Unterbewusstsein finden sich beispielsweise Normen oder Werte, die wir von Haus aus erlernt haben. Alles, was wir erlernt haben, dessen wir uns aber nicht ständig bewusst sind oder sein dürfen, findet hier seinen Platz. Das Unterbewusstsein folgt damit ähnlichen Gesetzen der Logik wie das Bewusstsein. Anders verhält es sich beim Unbewussten, jenem Bereich also, dem wir uns in der Tarotdeutung zuwenden. Das Unbewusste, so wie wir es verstehen, ist jener Bereich, über den das Individuum Teil am Unendlichen hat. C. G. Jung sprach vom kollektiven Bewusstsein und den Archetypen, die jedem Menschen unmittelbar zugänglich sind. Für das Tarot und seine Deutung trifft diese Beschreibung vollauf zu.

Die Tarotdeutung erfolgt über die Bilder und Symbole der Karten. Doch schon, wenn Sie ein Rider Tarot mit einem Crowley Tarot vergleichen, wird Ihnen klar, wie unterschiedlich die Deutungen hier ausfallen können. Der Kartenleger muss sich daher von der Subjektivität seiner eigenen Wahrnehmung verabschieden. Er beschreibt, was er sieht, nicht aus einer ästhetischen oder künstlerischen Sicht. Er nimmt über die Karten Kontakt mit dem Unbewussten auf – über das er sich zugleich mit dem Fragesteller verbindet. Nur so ist es ihm möglich, zu einer treffenden Deutung zu kommen. Alles andere wäre in der Tat Betrug – denn das Tarot ist kein Silvesterscherz, sondern eine jahrhundertealte Kunst, die tradiert und von jedem Einzelnen neu belebt werden will.

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