Tierkreis

Jedes Horoskop wird auf der Basis des Kreises der Tierzeichen erstellt. Dieser Kreis symbolisiert die Ganzheitlichkeit des Kosmos und der Erde. Astrologisch gesehen, bezeichnet man die Aufteilung der scheinbaren Sonnenlaufbahn in zwölf Abschnitte als Tierkreis. Ausgehend von einem geozentrischen Bild der Planeten, also die Sichtweise von der Erde aus, wurde im Altertum die Kreisform gewählt, um den Stand der Gestirne darzustellen. Der Kreis symbolisiert die Ganzheitlichkeit und das Eins-Sein vom Mensch, Erde und Kosmos. Der natürliche Rhythmus der Tage und der Jahreszeiten ist die Basis für die Astrologie.

Frühe Astrologie

Der sich verändernde Anblick des Sternenhimmels regte die Menschen schon sehr früh dazu an, ihre astronomischen Beobachtungen in ein ganzheitliches System einzufügen. Aus der Frühzeit der Menschheit existieren Darstellungen von Tierzeichen und Symbolen, bei denen es sich um früheste astronomische Beobachtungen handeln könnte. Der Kreis der Tierzeichen existierte in verschiedenen Formen, jedes Volk nahm seine eigenen Traditionen als Grundlage, um die Abschnitte des Kreises zu definieren. So existieren bei den Chinesen Tierzeichen, die jeweils ein ganzes Jahr gültig sind. Die Indianer haben das Medizinrad, das mit seinen zwölf Tier-Totems dem westliche Horoskop ähnelt.
Die Basis des Tierkreises wie er in der heutigen Astrologie genutzt wird, wurde unter anderem von den Babyloniern und von den Ägyptern entworfen.

Die Zeichen im Kreis

Der Zodiak ist in zwölf Abschnitte von 30° unterteilt. Jedem Abschnitt ist ein Tiersymbol zugeordnet, das je nach Kulturkreis variierte. Dem Kreis der Tierzeichen, den wir heutzutage kennen und benutzen, werden zwölf existierende Tier-Sternbilder zugeordnet. Diese Zeichen haben aber hauptsächlich symbolische Bedeutung und stehen nicht in direktem Zusammenhang mit den entsprechenden Sternbildern. Der Beginn des Kreises wird vom Widderpunkt an 0° gebildet und entspricht auch gleichzeitig dem Punkt der Frühlings Tag-und Nacht-Gleiche. Dieser Punkt wurde um ca. 100 v. Christus als Anfangspunkt des Tierkreises eingeführt. Der Stand der Planeten Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto wird ausgehend vom Zeitpunkt für den das Horoskop erstellt werden soll, in das Horoskopbild eingetragen. Die genauen Gradzahlen der Planetenstände sind in den Planetenstands-Tabellen, den sogenannten Ephemeriden zu finden.

Mit der exakten Geburtszeit kann auf der Basis des Ascendenten die Spitze des 1. Hauses berechnet werden. Innerhalb des so entstehendes Häusersystems, bilden sich durch bestimmte Hausspitzen Achsen heraus, die innerhalb des Tierkreises und seiner Aufteilung wiederum spezielle Bedeutung haben. Aus den Verbindungen der Planeten und der entstehenden Achsen untereinander werden die Aspekte berechnet. Der Tierkreis mit allen seinen Abschnitten, Unterteilungen und entstehenden Aspekten dient als Grundlage der Horoskopdeutung. Dabei haben alle diese beteiligten Elemente ausschließlich symbolische Bedeutung. Verschiedene Energien, Elemente und Qualitäten werden den Zeichen und Gestirnen im Kreis zugeordnet, daraus ergeben sich wiederum Polaritäten und Gesetzesmäßigkeiten.

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